Native Advertising – Manipulation oder Chance?

Werbungtreibende im Internet haben es besonders schwer wenn Ad-Blocker die Werbung ausschalten oder wenn durch Werbepenetranz Webseiten erst gar nicht mehr aufgerufen werden. Brauchbare Alternativen gibt es schließlich genügend. Es wird dann schwierig, die Werbung an den Mann oder die Frau zu bringen, und verlässliche Besucherzahlen werden auch nicht generiert. Deshalb sind nicht nur Unternehmen auf die Idee gekommen, Native Advertising einzuführen.

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Ein Lob auf das Passiv

In vielen Schreibratgebern steht geschrieben, dass die aktive Ausdrucksweise der passiven vorzuziehen ist. Aktive Sätze und Verben drücken Dynamik, Handlung und Lebendigkeit – eben Aktivität – aus, während das Passiv statisch, holprig und schwerfällig daherkommt. Beide Ausdrucksformen sagen etwas über das Subjekt aus. Beim Aktiv lernen wir durch die Handlung etwas über das Subjekt, während wir beim Passiv etwas über die Person erfahren, auf dass sie keinen Einfluss gehabt hat und dass sie aber betrifft. „Tom rast durch die Ortschaft“ drückt aus, dass Tom offensichtlich eine Charakterschwäche (oder gute Gründe) hat, sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten deren Überschreitung durch das Wort „rasen“ hinreichend genug ausgerückt ist. Als „Tom geblitzt wurde“ ist es um ihn geschehen. Auf das „Blitzen“ an sich hat er keinen Einfluss, nur insofern, dass er es hätte vermeiden können, wenn er sein Handeln im Vorfeld angepasst hätte. Ebenso Politiker. Bis zum Wahltag können sie die Wahl beeinflussen, am Wahltag werden sie gewählt – oder eben nicht. Sie müssen es über sich ergehen lassen.

Wenn also Schwung in die Handlung kommen soll, ist es besser, aktive, dynamische Verben in der Aktivform zu verwenden. Wenn etwas ausgedrückt werden soll, dass jemanden betrifft und auf dass er keinen Einfluss hat, sollte die Passivform angewandt werden. „Die Tiger sterben aus“ trifft nicht den Kern der Sache, denn es ist kaum anzunehmen, dass sie das beabsichtigen. „Die Tiger werden ausgerottet“ trifft es besser, denn sie haben kaum Einfluss auf ihr Aussterben, gleichgültig wie es erfolgt. Das mag auch ein Grund dafür sein, dass das Passiv früher öfter auch als „Leideform“ bezeichnet wurde.

Es gibt also keine Regel, die besagt „Aktiv vor Passiv“, beides sind Ausdrucksformen, die Sachverhalte oder Charaktere präzise beschreiben können. Als Stilmittel sind sie ohnehin beliebig einsetzbar, je nachdem was die AutorInnen erzählen möchten.

Pressefreiheit unter Druck?

Bald ist es soweit. Der 45. amerikanische Präsident, Donald Trump, nimmt kommenden Freitag seine Geschäfte offiziell auf und irritiert die politischen, wirtschaftlichen und medialen Gesellschaften. Und vermutlich noch viele mehr. Mit ihm ist nicht gut Kirschenessen, wer seine Anschauungen kritisiert wird ignoriert und mitunter angefeindet. Zumindest aber grob unhöflich in die Schranken verwiesen. Das zeigte die Pressekonferenz vom 11.01.2017. Selbst ein CNN-Reporter wurde abgewatscht mit „You’re fake news“ und die BBC News wurden als „another beauty“ betitelt. Es mag sein, dass Donald Trump diesem Medienansturm nicht gewachsen war und sich in die Ecke gedrängt fühlte, was zu solchen Überreaktionen führen kann. Als Profi sollte er das aber gewohnt sein. Es kann aber auch sein, dass es Ausdruck seiner Geisteshaltung gegenüber Teilen der freien Presse bedeutet. Und das wäre ein schlechtes Zeichen in Zeiten, in denen die Pressefreiheit zunehmend drangsaliert wird. Die USA haben für sich seit jeher den Anspruch erhoben, das freieste Land der Welt zu sein, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ein Land, in dem ein Tellerwäscher zum Millionär werden kann  – und ein Land, indem man seine Meinung frei äußern kann. Was die Meinungsfreiheit angeht, könnte sich das jetzt ändern!

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